Die Projekte mit den Schülern

Kunst vor dem Original zu besichtigen war eine Zielsetzung, die wir mit dem Comenius-Projekt verfolgen wollten. Das Betrachten von Originalen, dem detaillierten Wahrnehmen der Oberflächenreize eines bearbeiteten Holzreliefs, dem Geruch von gebranntem Holz oder dem pastosen Farbauftrag – das alles diente dem genussvollen Erleben, wird für SchülerInnen greifbar und schult das künstlerische Feingefühl. Nach der Besichtigung der Ausstellung standen die Künstler für Fragen bereit, die SchülerInnen hatten die Chance, zu Techniken, Ideen und Intentionen ihre Neugier zu stillen. Berührungsängste wurden schnell abgebaut durch die Preisgabe ganz persönlicher Sichtweisen und Erlebnisse, ein Schildern von Emotionen hinsichtlich der Entstehung einiger Werke. Das Arbeiten mit dem reliefhaften Raum ließ sich im Atelier gut übertragen, indem eine Strukturpaste zum Grundieren einer Leinwand genutzt wurde. Die SchülerInnen konnten mittels verschiedener Werkzeuge das Auftragen und Bearbeiten erproben. Ein Prozess des Entstehens und Verwerfens zeigte den SchülerInnen, wie langwierig und andererseits spontan das künstlerische Betätigungsfeld ist. Im rechten Moment innezuhalten und Details wahrzunehmen war ein wichtigr Erkenntniszuwachs. Die Rolle des Zufalls konnte von den Schülern reflektiert werden und ein bewusstes Gestalten im Anschluss zeigte ihnen ihre Einflussnahme auf den Produktionsprozess. Der Gedanke an Kunstrezeption und Kopplung mit dem aktiven Gestalten ließ sich erweitern auf das gemeinsame Erfahren und damit den Gedanken  Nationen zu verbinden und ein europäisches Bewusstsein zu stärken.